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PoDV (Anfahrweiche)

Der Startvorgang ist eine wichtige Phase im gesamten Granulierprozess und beeinflusst sowohl die Prozessstabilität als auch die Qualität des Granulats. Dies gilt besonders für temperaturempfindliche Produkte, die leicht erstarren oder bei denen ein zeitlich genau abgestimmter Startvorgang erforderlich ist. Die Anfahrweiche (Polymer Diverter Valve, PoDV) lenkt den Schmelzestrom innerhalb von einer Sekunde zur Lochplatte um und garantiert somit von Anfang an einen stabilen und optimierten Volumenstrom je Bohrung.

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Die Anfahrweiche dient dazu, die von der Schmelzepumpe oder vom Extruder kommende Schmelze wahlweise zur Lochplatte oder auf den Boden zu lenken. Diese Funktion ist beim Anfahren mit temperaturempfindlichen Produkten unverzichtbar, da bei der Unterwassergranulierung von vorn herein ein optimaler Volumenstrom je Bohrung sichergestellt sein muss. Die meisten vorgeschalteten Anlagen reagieren jedoch eher träge. Beispielsweise wird ein Extruder üblicherweise in mehreren Stufen hochgefahren. Die Anfahrweiche ermöglicht hier einen kontrollierten Start dieser vorgeschalteten Anlagenteile, bis der benötigte Durchsatz erreicht ist. Gleichzeitig erlaubt sie dem Bediener eine Sichtkontrolle des Compoundierungsprozesses. Die Möglichkeit der Umlenkung der Schmelze wird häufig für Material- oder Farbänderungen im laufenden Betrieb genutzt.

Die Anfahrweiche besteht aus einem beheizten Gehäuse mit einem hydraulisch verfahrbaren Bolzen. Dieser Bolzen ist in der Lage, den Schmelzestrom innerhalb einer Sekunde von der Anfahrstellung in die Produktionsstellung, d.h. zur Lochplatte, umzulenken. In vielen Fällen wird der Einlasskanal der Anfahrweiche direkt an den Extruderauslass, den Siebwechsler oder die Schmelzepumpe angepasst, so dass ein zusätzlicher Zwischenadapter entfällt. Durch einen Nasenkegel auf der Lochplatte am Auslass der Anfahrweiche werden die Strömungskanallänge und der Schmelze-Totraum vor der Lochplatte verringert. Diese Verringerung des Totraums verhindert einen zu starken Schmelzestrom durch die Lochplatte nach dem Anhalten des Extruders, so dass die Anlage mit einer im Allgemeinen sauberen Lochplatte wieder angefahren werden kann. Dies trägt dazu bei, die Gefahr von Polymerumschlingungen und vermehrter Agglomeratbildung während des Startvorgangs zu verringern. Ein verfahrbares Untergestell erleichtert das Entfernen der Anfahrweiche etwa für das Herausziehen der Extruderschnecke.

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